Teaching Projects

MILDIPA Teaching projects 2014-2017

Lehrtätigkeit Nr.

L1

Titel

European Integration: Theories and Politics within Global Dynamics – Legitimes, demokratisches und effizientes Regieren in Mehrebenensystemen

Verantwortlicher Prof.

Prof. Dr. Andreas Maurer

Typologie

Vorlesung

 

MA-EIS/WS

 

 

Beschreibung

 

Im Zentrum dieser Vorlesung steht die Diskussion und Analyse traditioneller und neuerer EU-Integrationstheorien. Systematisch werden die Theoriemodelle und ihre Aussage- und Erklärungskraft im Hinblick auf die Genese europäischen Primär-, Sekundär- und Tertiärrechts, Fragen der demokratischen, effizienten, effektiven und transparenten Politikgestaltung sowie politikbereichspezifische Fragen der funktionalen Reichweite und Dichte europäischer Integration vor dem Hintergrund zunehmender sozioökonomischer Verflechtung der EU mit anderen Regionen der internationalen Gemeinschaft vorgestellt. Den Schwerpunkt bilden daher Beispiele der europäischen Aussenwirtschaftspolitik, der aussenpolitischen Dimensionen der Binnenmarktpolitiken und der Wirtschafts- und Währungsunion, der Entwicklungs- und Wirtschaftskooperationspolitik sowie der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Begründung, Reform, Strukturen und Verfahren ebenenübergreifender Entscheidungs- und Kontrollinstitutionen gelegt.

Lernziele

Die Studierenden gewinnen fundierte Kenntnisse zu den theoretischen Modellen und konzeptionellen Entwürfen zur EU-Integration, um Integrations- und Kooperationsprozesse eigenständig und am konkreten Fallbeispiel zu rekonstruieren, zu erklären und analysieren und zu bewerten. Sie werden in die Lage versetzt, die Eigenschaften des politischen Systems der EU einschließlich der interinstitutionellen Verhandlungs- und Entscheidungsprozesse, der funktionalen Ausdifferenzierung des Handlungssystems der EU, der Einbettung des EU-Systems in internationale Handlungskontexte wie der WTO, der UN, des IWF und der Zusammenarbeit zwischen der EU und dritten Staaten und Internationalen Organisationen zu benennen und zu charakterisieren. Die Vorlesung spricht Studierende mit EU-Vorkenntnissen an, die sie im BA-Studium erworben haben. Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis für das Mehrebenensystem der EU zu vermitteln, so dass die Studierenden in der Lage sind, das System zu erfassen und einzuschätzen.

Studienjahr/art

 

2. Studienstufe (Master)

 

 





 

 

Lehrtätigkeit Nr.

L2

Titel

European Integration: Theories and Politics within Global Dynamics – Multilaterale und Mehrebenensysteme in der Analyse

Verantwortlicher Prof.

Prof. Dr. Andreas Maurer

Typologie

Seminar

MA-EIS/WS

 

Beschreibung

 

Ausgehend von der Präsentation und Diskussion einschlägiger Theoriemodelle der EU-Integration geht das Seminar der Frage nach, wie sich politisches Handeln der in den EU-Organen und –Einrichtungen zusammenkommenden Akteure in den außenpolitisch wirksamen Politikfeldern der EU beschreiben und erklären läßt. Wir gehen dabei mit Blick auf das europäische Sekundärrecht von einem idealtypischen Politikzyklus (Entscheidungsvorbereitung, -deliberation, -verhandlung, -fällung, -umsetzung, -kontrolle und –revision) aus und beleuchten die Interaktionsstränge zwischen und in den jeweiligen Akteursebenen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Herausarbeitung handlungsleitender Faktoren in den Mitgliedstaaten, in den EU-Organen sowie in den Nichtregierungsorganisationen: Wie rechtfertigen die Akteure ihre Mitwirkung? Welche Anreizstrukturen werden unter welchen Rahmenbedingungen genutzt? Wie lässt sich der Wandel in der Nutzung/Ausprägung einzelner Akteursfunktionen erklären? Wie wirken sich Vertragsänderungen auf die Akteure aus?  Lehrmethoden: Die Studierenden halten Teamreferate zu jeweils mindestens einer Interaktionskonstellation und prüfen hierbei die Aussagekraft mindestens einer von ihnen gewählten Theorie. Ihnen wird Gelegenheit gegeben, eine Einführung zu einem von ihnen gewählten Themenbereich im Literatur- und Dokumentationsportal zu schreiben.

Lernziele

Verbesserung des Kenntnisstandes zur Entwicklung der Komplexität europäischen Regierens, v.a. in Hinblick auf die Rollen- und Funktionsprofile der Parlamente, des Ministerrates und ihres Funktionswandels; Vertiefung des Kenntnisstandes über die politischen Systeme der EU-Mitgliedstaaten; Erwerb von Methoden der Europäisierungsforschung und der Erhebung und Auswertung einschlägiger Materialien (z.B. Parlamentaria, Verhandlungsmandatsentwürfe der Kommission etc.). Herstellung von Kontakten zur europäischen Staats-, Parlaments- und Verwaltungspraxis, die z.B. für Praktika und Bewerbungen nach Abschluss des MA-Studiums nützlich sind.

Studienjahr/art

 

2. Studienstufe (Master)

 





 

 

Lehrtätigkeit Nr.

L3

Titel

European Multi-Level Governance and European Democratic Society

Verantwortlicher Prof.

Prof. Dr. Andreas Maurer

Typologie

Vorlesung

 

MA-EIS/SS

 

Beschreibung

 

Die Vorlesung diskutiert diejenigen Integrationstheorien, die den Prozess der europäischen Integration als Mehrebenensystem beschreiben und erklären. Schwerpunkte bilden hier Ansätze der Mehrebenen-Governance-Forschung, Föderalismus- und Europäisierungsforschung, des Neofunktionalismus, des historischen und soziologischen Neoinstitutionalismus und des liberalen Intergouvernementalismus. Systematisch werden Funktionsprofile des Europäischen Parlaments und der nationalen (und subnationalen) Parlamente in den Bereichen der Politikgestaltung (Gesetzgebung und Haushalt), Kontrolle, Wahl, Rekrutierung, Kommunikation, Interaktion und Systemgestaltung im Verlauf des idealtypischen Politikzyklus der EU beleuchtet und Fragen des Funktionswandels vor dem Hintergrund der in und zwischen den Parlamentsebenen wirksam werdenden Demokratie- und Legitimationsverständnisse untersucht.

Lernziele

Die Studierenden werden in die Lage versetzt, die Einbettung der parlamentarischen Organe in das Mehrebenensystem der EU zu erklären und in ihrer historischen Entstehung und politischen Bedeutung hinsichtlich der Legitimität von EU Politik selbständig zu bewerten. Sie lernen, komplexe Interaktionsprozesse der Verflechtung und des Zusammenwirkens von Institutionen und Verfahren zu beschreiben und zu erklären sowie Fragen der demokratischen Legitimation europäischen Regierens zu analysieren.

Studienjahr/art

 

2. Studienstufe (Master)

 





 

Lehrtätigkeit Nr.

L4

Titel

European Multi-Level Governance and European Democratic Society – Analyse parlamentarischer Demokratie in Mehrebenensystemen

Verantwortlicher Prof.

Prof. Dr. Andreas Maurer

Typologie

Seminar

 

MA-EIS/SS

 

Beschreibung

 

Das Seminar dient der systematischen Analyse der Funktionsprofile des Europäischen Parlaments und der nationalen (und subnationalen) Parlamente in den Bereichen der Politikgestaltung (Gesetzgebung und Haushalt), Kontrolle, Wahl, Rekrutierung, Kommunikation, Interaktion und Systemgestaltung im Verlauf des idealtypischen Politikzyklus der EU. Der über Vertragsänderungen statuierte Funktionswandel in den Parlamenten wird politikbereichsspezifisch sowie länderspezifisch auf die Frage hin analysiert, welche Faktoren ausschlaggebend für die Vergegenwärtigung unterschiedlicher Parlamentarisierungs-, Demokratie- und Legitimationsverständnisse sind und wie sich diese in den Parlamenten sowie innerhalb der verschiedenen interparlamentarischen Strukturen (COSAC, Konferenz der PräsidentInnen, Gemeinsame Ausschussitzungen etc.) operativ niederschlagen. 

Lehrmethoden: Die Studierenden halten Einzel- und Teamreferate zu jeweils mindestens einem Funktionsprofil und den beobachtbaren Wirkungen des Funktionswandels in einem Politikfeld oder in einem Parlament. Sie prüfen hierbei die Aussagekraft mindestens einer von ihnen gewählten Theorie. Ihnen wird Gelegenheit gegeben, eine Einführung zu einem von ihnen gewählten Themenbereich im Literatur- und Dokumentationsportal zu schreiben.

Lernziele

Die Studierenden werden in die Lage versetzt, die Einbettung der parlamentarischen Organe in das Mehrebenensystem der EU zu erklären und politikbereichs- wie ebenenspezifische Fragestellung zur demokratischen Legitimation europäischen Regierens anhand von Theorien einzuordnen und zu analysieren. Anhand konkreter Fallkonstellationen machen sie sich mit der Praxis interparlamentarischer Zusammenarbeit vertraut und lernen, eigenständig theoriegeleitete Hypothesen zu Fragen der Demokratie, Legitimität und Finalität europäischer Intergration anhand selbst erarbeiteter empirischer Befunde zu überprüfen.

Studienjahr/art

 

2. Studienstufe (Master)

 





 

 

Lehrtätigkeit Nr.

L5

Titel

Forschungs- und Workshopseminar „Europäische Integration – Parlamente, Mehrebenenparlamentarismus und interparlamentarische Zusammenarbeit“

Verantwortlicher Prof.

Prof. Dr. Andreas Maurer / Martina Fürrutter

Typologie

Seminar

 

BA-MA-GEN

 

Beschreibung

 

Das Forschungsseminar ist für Studierende aller Fakultäten konzipiert, die sich in der Vorbereitung oder Anfertigung einer Abschlussarbeit (Bachelor, Master, PhD) befinden. Ziel ist es, themenspezifische Fragen der Studierenden und Forschungsfragen des Lehrstuhlinhabers und seines Teams zum Europäischen Parlament sowie zur interparlamentarischen Zusammenarbeit zu diskutieren. Integraler Bestandteil ist dabei die Diskussion der Studierenden untereinander, die sowohl ihre eigene Arbeit vorstellen als auch jeweils eine andere Arbeit kommentieren sollen (Discussant). Hierdurch können die Studierenden von den Erfahrungen anderer profitieren und lernen zugleich, umfangreichere Arbeiten unter wissenschaftlichen und methodischen Aspekten im Zusammenhang internationaler „Call-for-papers“-Konferenzen vorzustellen und zu begutachten. Prinzipiell sind die Arbeiten themenoffen; durch die starke Fokussierung der Lehrveranstaltungen auf Fragen der Parlamente in der EU, der Theoriemodelle zum Mehrebenenparlamentarismus (Maurer, Abels/Eppler, Crum/Fossum) und der Entwicklung interparlamentarischer Deliberations- und Kontrollinstrumente (Laprat, Scoffoni, Pöhle, Maurer) während der Projektlaufzeit ist jedoch zu erwarten, dass verstärkt Abschlussarbeiten zu diesem Themenkreis verfasst werden.

Das Forschungsseminar findet jedes Semester statt, um für die Studierenden eine konstante Betreuung ihrer Abschlussarbeiten und die Publikationsprojektplanung des Lehrstuhlinhabers zu garantieren.

Lehrmethoden: Anfertigung von Exposés; Anfertigung von Discussant-Papers; Anfertigung von Buchrezensionen und Zeitschriftenrundschauen, Vorstellung und Diskussion der Arbeitspläne im Seminar.

Lernziele

Das Seminar bietet den Studierenden eine konstante, fokussierte Betreuung in der Anfertigung ihrer Abschlussarbeiten. Sie lernen zudem, fremde Arbeiten anhand wissenschaftlicher Kriterien zu beurteilen, eigene Erfahrungen auszutauschen, alternative Herangehensweisen an Forschungsprobleme zu bewerten und erste wissenschaftliche Publikationen anzufertigen.

Studienjahr/art

 

1. Studienstufe (Bachelor)

2. Studienstufe (Master)

 

Promotion

 





 

 

Lehrtätigkeit Nr.

L6

Titel

European Multi-Level Governance and European Democratic Society–Debating the democratic deficit of the EU

Verantwortlicher Prof.

Prof. Dr. Andreas Maurer / Dr. Annegret Eppler

Typologie

Seminar – Exkursion

MA-EIS/OPT

 

Beschreibung

 

Der zu einem immer komplizierter werdenden Verflechtungssystem führende Integrationsprozess wird seit der Rati­fi­zie­rung des Maastrich­ter Vertrages regelmäßig unter dem Stichwort des Demokratiedefi­zits als undemokratisch, entparlamentarisiert, intransparent, bürgerfern, kompliziert und ineffizient kritisiert. Dreh- und Angelpunkt dieser EU-Kritik ist dabei die Einschätzung, dass innerhalb der EU durch das Setzen allgemein verbindlicher Entscheidungen, die unmittelbar in die Gestaltungsfreiheit der BürgerInnen eingreifen, öffentliche Herrschaft ausgeübt wird, die nicht den gewohnten Maßstäben demokratischen Regierens entspricht. Insbesondere die Gestaltungs- und politischen Eingriffsoptionen der handlungs- und entscheidungsberechtigten Akteure auf EU-Ebene gelten in diesem Zusammenhang als nicht oder nur unzureichend demokratisch legitimiert.

Das Seminar soll fortgeschrittene Studierende, die sich für die Problematik der demokratischen Qualität europäischen Regierens interessieren, in die Debatte um das Demokratiedefizit der EU einführen. Es werden unterschiedliche Stränge in der wissenschaftlichen und politischen Diskussion vorgestellt und hinsichtlich ihrer demokratietheoretischen Fundierung diskutiert.

Lehrmethoden: Leistungsanforderungen in Gestalt kurzer Thesenpapiere, Research Paper und Discussion Paper. Das Seminar findet als Blockveranstaltung in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Beziehungen zu nationalen Parlamenten des Europäischen Parlaments und der Stiftung Wissenschaft und Politik in Brüssel statt, wobei der Termin so gelegt wird, dass die Studierenden an interparlamentarischen Sitzungen des Europäischen Parlaments – auf Ausschuss-, Fraktions-, und Sekretariatsebene – teilnehmen können und Gelegenheit haben, zuvor in der Gruppe vorbereitete, leitfadengestützte Interviews mit Delegationen der Parlamente zu führen. Das Seminar wird in englischer Sprache angeboten, um einen leichteren Zugang für Masterstudierende aus dem Ausland zu ermöglichen und um die Verständigungsfähigkeit deutscher Studierender in der englischen Sprache zu verbessern.

Lernziele

Das Seminar findet als Blockveranstaltung außerhalb der gewohnten Räumlichkeiten der Universität statt. Zur Auswahl stehen für die Vorbereitung des Seminars die Räumlichkeiten des Forum Alpbach, das Universitätszentrum Obergurgl und die Politische Akademie Tutzing sowie für die Durchführung des Seminars die Repräsentanz der Stiftung Wissenschaft und Politik in Brüssel und Räumlichkeiten der nationalen Parlamentsvertretungen im Europäischen Parlament. Den Studierenden wird so die Möglichkeit geboten, sich intensiv und ohne tagesaktuelle Ablenkung wissenschaftlich mit der Thematik des Demokratiedefizits und der interparlametarischen Zusammenarbeit in der EU auseinanderzusetzen.

Studienjahr/art

 

1. Studienstufe (Bachelor) 

2. Studienstufe (Master)

 

 





 

 

Lehrtätigkeit Nr.

L7

Titel

Einführung in das politische System der EU

Verantwortlicher Prof.

Prof. Dr. Andreas Maurer

Typologie

 Vorlesung

 

BA-WS/SS

 

Beschreibung

 

Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über das politische System der EU. Die Besonderheiten des EU-Systems werden herausgearbeitet (Dynamik, polyarchischer bzw. polyzentrischer Mehrebenencharakter, Modelle der Gewaltenteilung und Praxis der Gewaltenteilung im EU-System, demokratische Qualität, Effizienz, Effektivität und Transparenz). Darüber hinaus werden grundlegende Kenntnisse über die europäischen Institutionen und Entscheidungsverfahren vermittelt. Die speziell hierfür arbeitenden MentorInnen führen exemplarisch in einzelne Politikfelder der EU ein.

Lernziele

Die Vorlesung spricht Studierende ohne EU-Vorkenntnisse auf BA-Niveau an. Ziel ist es, ein grundlegendes Verständnis für das System der EU zu vermitteln, so dass die Studierenden in die Lage versetzt werden, das System zu erfassen und anhand grundlegender politikwissenschaftlicher Analysekategorien (Akteur/Struktur, Macht/Herrschaft, Interessen/Präferenzen, Identität/Normen, Produktionsverhältnisse, Gender etc.) einzuschätzen. Da zu dieser Vorlesung Studierende aus allen Fachbereichen sowie Austauschstudierende zugelassen sind, kann eine breite Wirkung erzielt werden. Da den Studierenden die Möglichkeit gegeben wird, in dieser Vorlesung Leistungspunkte im Bereich „Überfachliche Qualifikationen“ zu erwerben, wird der Anreiz zum Besuch erhöht.

Studienjahr/art

 

 1. Studienstufe (Bachelor) 

 

 





 


 

 

Lehrtätigkeit Nr.

L8

Titel

Einführung in der europäische Integration

Verantwortlicher Prof.

Prof. Dr. Andreas Maurer

Typologie

Vorlesung

 

BA-SS

 

Beschreibung

 

Die Vorlesung vermittelt einen vertieften Einblick über das politische System der EU. Die  Besonderheiten des polyarchischen bzw. polyzentrischen Mehrebenensystems werden durch die Darstellung der intra- und interinstitutionellen Strukturen und Verfahren der parlamentarischen bzw. im EU-Entscheidungsprozess parlamentsanalog wirkenden Akteure herausgearbeitet. Im Zentrum steht die Analyse des Europäischen Parlaments, des Ministerrats und Europäischen Rates (einschließlich der Eurogruppe und der mitgliedstaatlichen, europapolitischen Koordinations- und Entscheidungsstrukturen), der nationalen und subnationalen Parlamente, der Umsetzung vertraglich gesetzter Willensbildungs- und Entscheidungsabläufe innerhalb der Organe (Geschäftsordnungen) und zwischen den Organen (interinstitutionelle Vereinbarungen). Die speziell für die Vorlesung eingesetzten MentorInnen führen exemplarisch in einzelne Politikfelder der EU ein und bieten einen Lektürekurs zum Vergleich der Vertragsbestimmungen mit den Geschäftsordnungen der Organe an.

Lernziele

Studierende erhalten einen vertieften Einblick, wie Parlamente und Regierungen die Anreizstrukturen des Lissabonner Vertrages meistern und wie sie untereinander und miteinander interagieren. Sie vergleichen unterschiedliche Kooperations- und Verhandlungsmodi in den Phasen des EU-Politikzyklus. Das Stichwort der „Europafähigkeit“ der Parlamente wird auf Ministerrat, Parlamente und Europäisches Parlament in Bezug auf die wissenschaftliche Forschung, aber auch in Bezug auf die praktischen Probleme erfasst und empirisch überprüft.

Studienjahr/art

 

1. Studienstufe (Bachelor) 

 

 





 

Lehrtätigkeit Nr.

L9

Titel

Interparlamentarische Zusammenarbeit – Strukturen, Funktionen und Erträge

Verantwortlicher Prof.

Prof. Dr. Andreas Maurer  / Dr. Annegret Eppler / Martina Fürrutter

Typologie

Seminar

 

 

Beschreibung

 

Das Projektseminar befasst sich mit den verschiedenen, seit den ersten Direktwahlen zum Europäischen Parlament eingeführten Strukturen der Zusammenarbeit zwischen dem Europäischen Parlament, den nationalen und subnationalen Parlamenten der EU-Mitgliedstaaten und den Parlamenten dritter Staaten und internationaler Organisationen. Nach einer Einführung in die Grundmuster interparlamentarischer Zusammenarbeit, ihrer Entwicklung, ihrer denkbaren Funktionen im Hinblick auf den europapolitischen Politikzyklus sowie der theoretischen und methodologischen Grundlagen zur empirischen Untersuchung interparlamentarischer Zusammenarbeit führen die Studierenden selbständig, unter Anleitung der MentorInnen und des Lehrstuhlinhabers, empirische Untersuchungen zu selbstständig entwickelten Fragestellungen durch. Angestrebt ist hierbei sowohl die Untersuchung neuerer Formen der interparlamentarischen Zusammenarbeit im Bereich der Wirtschafts- und Währungsunion und der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik als auch die Erforschung regional unmittelbar relevanter Kooperationsstrukturen im direkten Einzugsbereich der Universität (Tirol, Vorarlberg, Italien/Südtirol/Trentino, Liechtenstein, Bayern, Baden-Württemberg). Lehrmethoden: Durch Abwechslung von Input-Phasen des Dozenten und Eigenarbeit der Studierenden, Simulationsanordungen, Gruppenarbeiten, forschendes Lehren Lehre sollen die Forschungskompetenzen der Studierenden zugleich erprobt und verbessert werden. Die Ergebnisse der Projekte sollen in geeigneter Weise, im Rahmen einer Ausstellung im Landtag des Bundeslands Tirol, auf der OLAT-Lernplattform, dem Literatur- und Dokumentationsportal und einer Diskussionsveranstaltung in Zusammenarbeit mit den regional in Frage kommenden, parlamentarischen Versammlungen auch für andere Studierende und die interessierte Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Lernziele

Fundierte und reproduzierbare Kenntnisse der Studierenden zum Europäischen Parlament, zu den nationalen und subnationalen Parlamenten sowie zu den Besonderheiten der interparlamentarischen Zusammenarbeit. Ferner wird grundlegendes politikwissenschaftliches Handwerkszeug zur Verfügung gestellt, um die Fähigkeiten der Studierenden zur eigenständigen empirischen Analyse zu stärken.Methodenkompetenz der Studierenden auszubauen. Um die Fähigkeit zur Analyse von Primärquellen zu fördern, nutze ich die Methode der Dokumentenanalyse. Originalquelle. Durch die Präsentation der Ergebnisse über den Kreis der politikwissenschaftlich Studierenden hinaus erzielt das Seminar zudem eine besondere Multiplikatorenwirkung in die Öffentlichkeit, die Medien und die Untersuchungsobjekte in Gestalt der Abgeordneten und Angestellten der Parlamentsverwaltungen.

Studienjahr/art

 

1. Studienstufe (Bachelor)

2. Studienstufe (Master)

 

 





 

Veranstaltungs-tätigkeit Nr.

V1 – Ass. Prof. Eppler / Prof. Maurer / Prof. Neisser

Titel

Jean-Monnet-Lectures I: Die Koordination der österreichischen Europapolitik

Typologie

2014-2015

Vorlesungsreihe

 

Beschreibung

Anläßlich des 20-jährigen Jubiläums der österreichischen EU-Mitgliedschaft führt MILDIPA eine semestrale Vortragsreihe durch. Die Mehrzahl der politischen Entscheidungen wird nach dem EU Beitritt Österreichs nicht mehr in Innsbruck oder Wien, sondern in Brüssel getroffen. Sollen am Ende eines Politikgestaltungsprozesses spezifisch österreichische Interessen und Politikinhalte berücksichtigt sein, ist die Vertretung österreichischer Positionen in Brüssel entscheidend. Damit stehen die ehemals „allein“ agierenden politischen Akteure und Institutionen vor der Herausforderung, sich in den allen Stadien des EU-Politikzyklus innerösterreichisch möglichst gut zu koordinieren. Bevor österreichische Akteure in Brüssel ihre Position einnehmen, wirken am innerstaatlichen Willensbildungsprozess die verschiedenen Bundesministerien, der Nationalrat, der Bundesrat und die österreichischen Länder mit. „Nationales Regieren unter den Kontextbedingungen von Europäisierung ist in zunehmendem Maße ausgerichtet auf das Management von Interdependenzbeziehungen, die sich aus der gemeinsamen Nutzung der Instrumente politischer Steuerung durch die unterschiedlichen politischen Ebenen ergeben“ (Pehle/Sturm 2008, S. 156). Wie kommt die Bundesregierung zu den in Brüssel vertretenen „nationalen Interessen“? Wer ist an der innerstaatlichen Willensbildung beteiligt und wie funktioniert sie? Wie effektiv, wie transparent und wie demokratisch ist die europapolitische Koordination in Österreich?

Die Vortragsreihe möchte über die Koordination der österreichischen Europapolitik informieren. Die eingeladenen Referentinnen und Referenten sind Vertreter der wichtigsten europapolitischen Akteure Österreichs und arbeiten an den Schnittstellen der europapolitischen Koordination. Sie berichten aus ihren Arbeitsbereichen über die konkrete Organisation der europa-politischen Willensbildung, über positive Erfahrungen, Probleme und Reformanläufe hinsichtlich der effektiven und demokratischen Vertretung Österreichs in der Europäischen Union. Die Vorträge vermitteln damit einen Einblick in die Komplexität modernen Regierens.

 

 

 

Veranstaltungs-tätigkeit Nr.

V2 – Prof. Maurer / Plangger MA / Prof. Neisser

Titel

Jean-Monnet-Lectures II: Landtage des Alpenraums im EU System (in Zusammenarbeit mit dem Institut für Föderalismus, Innsbruck und dem Landtag des Bundeslandes Tirol)

Typologie

2016

Vorlesungsreihe

 

Beschreibung

Landtage sind gewählte Volksvertretungen. Welche Rolle haben sie im EU-System? Inwiefern setzen Sie EU-Recht um, inwiefern speisen sie eigene Interessen in die EU-Politikgestaltung ein? Welche administrativen und organisatorischen Voraussetzungen schaffen sie sich für ihre Arbeit? Inwiefern arbeiten sie mit der eigenen Exekutive, mit Akteuren und Institutionen auf nationaler Ebene, mit anderen subnationalen Parlamenten zusammen? Wie sind ihre Verbindungen nach Brüssel? Wie artikulieren sie im interparlamentarischen Verbund ebenen- und politikbereichsspezifische Interessen? Die Vortragsreihe befasst sich mit der Rolle von subnationalen Parlamenten im EU-System in den subnationalen Einheiten des Alpenraums in vergleichender Perspektive.

Ziel der Veranstaltungsreihe ist neben dem Gewinn wissenschaftlicher Erkenntnisse die Vernetzung der politischen Akteure. Der Workshop bietet für Praktiker/innen einen Ort zum Austausch ihrer Erfahrungen und zur Förderung der direkten Beziehungen der subnationalen Parlamente untereinander. Hierdurch soll Arbeitsteilung, Informationsaustausch und Zusammenarbeit bei der Einbringung spezifischer parlamentarischer Interessen des Alpenraums und damit der parlamentarischen Demokratie in der EU auf der bürgernächsten Ebene gestärkt werden.